Durchsuchungen in Deutschland nach islamistischem Anschlag in Wien

Razzien der Polizei nach Hinweisen aus Österreich zu möglichen Verbindungen

Im Zusammenhang mit dem islamistischen Anschlag in Wien hat das Bundeskriminalamt (BKA) in mehreren deutschen Städten Wohnungen und Geschäfte durchsucht. Polizisten durchsuchten am Freitagmorgen „Wohn- und Geschäftsräume von vier nicht tatverdächtigen Personen in Osnabrück, Kassel sowie im Kreis Pinneberg“, teilte das BKA im Onlinedienst Twitter mit. Es bestehe bei den vier Menschen bislang kein Anfangsverdacht auf eine Tatbeteiligung, sie sollen „jedoch Verbindungen zu dem mutmaßlichen Attentäter“ gehabt haben.

Die Durchsuchungsbeschlüsse seien am Donnerstag beim Bundesgerichtshof erwirkt worden, nachdem Informationen der österreichischen Justiz an die deutschen Strafverfolgungsbehörden übermittelt worden seien, schrieb das BKA weiter.

In Wien hatte am Montagabend ein 20-jähriger Islamist auf Barbesucher und Restaurantangestellte geschossen und dabei vier Menschen getötet, darunter eine Deutsche. Der Angreifer verletzte zudem 22 weitere Menschen, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich.

by Joe Klamar

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