Impfstoff-Mangel – Erstes Bundesland muss die Erstimpfungen stoppen – Ende des Impfturbos!

Eigentlich sollte fehlender Impfstoff in Deutschland im zweiten Quartal 2021 der Vergangenheit angehören. Doch offensichtlich ist dies noch immer nicht der Fall. Im Gegenteil! Denn nun plant Brandenburg als erstes Bundesland in Deutschland seine Erstimpfungen vorläufig auszusetzen. Denn offenbar herrscht dort gerade ein akkuter Mangel an Impfstoff.

Brandenburg will Erstimpfungen gegen Coronavirus aussetzen

Offenbar hat der durch die Lieferschwierigkeiten von AstraZeneca und Johnson&Johnson ausgelöste Impfstoffmangel nun Folgen auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Mit Brandenburg hat nun bereits ein erstes Bundesland angekündigt bis auf weiteres auf Erstimpfungen mit den Impfungen von Pfizer und Moderna zu verzichten. Denn schon bald könnte dieser Impfstoff knapp werden. Mehr als 62.000 Dosen dieser beiden Impfstoffe müssten zudem zurückgehalten werden, um diejenigen Menschen unter 60 Jahren zu impfen, die bereits eine Erstimpfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff erhalten haben. Anstatt also weiter Erstimpfungen durchzuführen, wird nun zunächst darauf gesetzt, die Patienten mit Zweitimpfungen zu versorgen, die wegen des Impfstopps mit dem AstraZeneca-Impfstoffes eine neue Alternative für ihre Zweitimpfungen benötigten. Wie der brandenburgische Innenminister Stübgen mitteilte, sei diese Anzahl von Impfdosen im Augenblick nicht auf Lager. „Diesen Impfstoff haben wir derzeit leider nicht“, gibt Stübgen offen zu.

Brandenburg fordert größere Liefermengen für Biontech- und Moderna-Impfstoffe

Wegen dieser Situation fordert Stübgen nun vom Bund eine deutliche Erhöhung der Liefermengen der Impfstoffe von Biontech und Moderna. Denn bereits seit einiger Zeit hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern darauf geeinigt nur noch Menschen über 60 Jahren mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu impfen. Zudem sollten Personen unter 60 Jahren, die bereits mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft worden waren, bei der Zweitimpfung dann auf einen anderen Impfstoff umsteigen. Zuletzt war festgestellt worden, dass nach dem Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca offenbar ein erhöhtes Risiko auf eine Hirnvenen-Thrombose besteht. Zudem werden jetzt 6.700 Impfdosen von Johnson & Johnson nicht nach Brandenburg geliefert werden. Denn auch hier werden im Augenblick die Zusammenhänge zu mehreren Thrombose-Fällen untersucht. Man darf gespannt sien, ob der Bund diese Probleme bald lösen kann, damit die zuletzt gestiegene Impfgeschwindigkeit nicht erneut wieder reduziert werden muss.

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