Schock! Handy-Hersteller Xiaomi spioniert seine Kunden aus

Wieder einmal scheint es ein internationales Unternehmen mit dem Datenschutz nicht ganz genau zu nehmen. Denn nach einem Bericht des US-Wirtschafts-Magazin „Forbes“ soll der chinesische Handy-Hersteller Xiaomi auf seinem vorinstallierten Internet-Browser ein Programm eingespielt haben, das riesige Datenpakete über das Surfverhalten der Kunden an Server in China sendet.

US-Magazin entdeckt Datenlecks bei Xiaomi

Bei seinen Vorwürfen stützt sich „Forbes“ auf das Urteil von gleich zwei unabhängige Sicherheitsexperten. Beide haben unabhängig voneinander bestätigt, dass die Smartphones des chinesischen Herstellers durch die mitgelieferten Internet-App Mi Browser und eine Browser-App namens Mint protokolliert, wann die Nutzer welche Webseiten aufrufen. Diese gesammelten Daten werden danach zu Servern in China gesendet. Besonders pikant ist dabei offenbar auch die Tatsache, dass die Daten auch gesammelt werden, wenn der Nutzer den sogenannten „Inkognito“-Modus“ eingeschaltet hat, der den Nutzern eigentlich das anonyme Surfen im Internet suggeriert. Zwar würde Xiaomi die Daten beim Versand verschlüsseln, doch durch das Mi-Konto des Nutzer können die Daten anschließend wieder dem jeweiligen Nutzer zugeordnet werden, was in vielen Ländern gegen die Datenschutzbestimmungen verstößt.

Chinesischer Hersteller gesteht Sammlung von Daten

Xiaomi hat als Reaktion auf die Vorwürfe offiziell das Sammeln der Daten eingestanden. Im Gegensatz zur Berichterstattung bei Forbes besteht das Unternehmen jedoch darauf, dass man die Daten lediglich anonymisiert sammle und sie ausschließlich zur Verbesserung des Browsers nutzen würde. Dies stehe im Einklang mit dem nationalem Datenschutzrecht in China. Auf eine Nachfrage der Bild-Zeitung verweist das Unternehmen auf einen Blog-Beitrag. Dort spricht Xiaomi erst von einem Missverständis, kündigt jedoch kurz danach Updates der beiden betroffenen Browser Mint und Mi an. Nach Aussage von Xiaomi sollen diese auch in Zukunft anonymisierte Nutzungsdaten erheben. Mit dem eingespeilten Update können die Kunden dann die Sammel-Funktion lediglich im Inkognito-Modus abschalten. Für Xiaomi kommt der Skandal in einem ungeeignetetn Moment, da der chinesische Hersteller gerade erst damit begonnen hat auch in Deutschland Smartphones anzubieten.

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