Unfassbar! Zehntausende Menschen erscheinen nicht zur Impfung in Deutschland! Impfkampagne in Gefahr

Offenbar gibt es vor allem in Nordrhein-Westfalen ziemliche Probleme in den Impfzentren. Denn vor allem in den Städten Essen, Köln und Düsseldorf haben seit dem Start der Impfkampagne bereits 25.000 Menschen ihrem Impftermin platzen lassen und sind nicht zur Impfung erschiene. Doch wo liegen die Gründe für dieses Verhalten?

Tausende Menschen lassen vereinbarten Impftermin verstreichen

Während viele Bundesbürger sich lieber heute als morgen gegen das Coronavirus impfen lassen würden, scheinen auch Tausende von Menschen ihre vereinbarten Impftermine nicht wahrzunehmen. Wie erklärt sich dieses Verhalten, während Millionen anderer Bürger sehnsüchtig auf ihren Impftermin warten? Denn die Impfabsagen können im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass der noch immer knappe Impfstoff sogar weggeworfen werden muss. Dass Menschen ihre Impftermine wegen Krankheiten oder aus beruflichen Gründen absagen, ist kein Problem. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihre für den 11. April geplante Impfung wegen der Diskussion um die Kanzler-Frage in der Union verschieben müssen. Doch auf solche Fälle sind die Impfzentren vorbereitet und können durch die Absage dann noch für eine Ersatzperson bei der Impfung sorgen, damit kein Impfstoff verfällt. Doch vor allem diejenigen, die der Impfung ohne Absage einfach fernbleiben, verursachen die Probleme für die Impfzentren. Zudem spielt wohl auch das beschädigte Image des Impfstoffes von AstraZeneca in diesem Fall eine tragende Rolle.

So schützen sich die Bundesländer gegen Impfstoff-Schwund

In Baden-Württemberg scheint es in dieser Hinsicht keine Probleme zu geben. Dort heißt es, dass die Impfausfälle „nur im erwartbaren Maß, etwa wegen Krankheit“ vorkommen. „Dass Impfstoff verfällt, kommt äußerst selten vor.“ So verfügten die Impfzentren des Bundeslandes über eine gewisse Flexibilität, mit der man gewisse Terminverschiebungen bei der Impfstoffvorbereitung miteinplane. Auch in Hessen werden die Impftermine weitesgehend wahrgenommen. Allerdings trifft das offenbar nur auf Patienten zu, die mit den Impfstoffen von Biontech oder Moderna geimpft werden. „Beim Wirkstoff von AstraZeneca lag die durchschnittliche Terminausfallquote in den Impfzentren zuletzt bei rund 25 Prozent nicht-wahrgenommener Termine“, erklärt ein Sprecher des hessischen Innenministeriums gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ein Problem, das man auch in Niedersachsen zu kennen scheint. Denn dort soll die Ausfallquote bei Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff ebenfalls rund 20 % betragen. Allerdings werde dort versucht den überschüssigen Impfstoff in eigener Zuständigkeit an impfberechtigte Personen zu verabreichen. In Schleswig-Holstein hingegen gibt es scheinbar keine Probleme. Dort seien die Impftermine weitgehend ausgebucht und würden im Fall einer Absage „schnell wieder von anderen Personen gebucht“ werden. Wie auch in Bremen wird überschüssiger Impfstoff immer voll verwendet. Von dort heißt es nämlich: „Sollten an einem Abend einzelne Dosen übrig sein, werden diese kurzfristig an Beschäftigte in den Impfzentren, des Rettungsdienstes oder des Katastrophenschutzes verimpft. Alles priorisierte Personengruppen“, schildert Sprecher Lukas Fuhrmann, der aber gleichzeitig angibt, dass in Bremen weniger als 1 % der Menschen ihre Impftermine verstreichen lasse. Auch in Berlin gibt es in dieser Hinsicht keine Probleme. Dort werde der Impfstoff immer dann erst aufbereitet, wenn die Patienten tatssächlich anwesend seien. Zudem können überschüssige Impfdosen in den meisten Fällen auch kurzfristig verimpft werden.

So ist die Lage der Impfungen in Ostdeutschland

Ähnlich wie in Berlin wird auch in Thüringen verfahren. Dort wird der Impfstoff ebenfalls so zubereitet, dass keine Reste entstehen. Die ungeöffneten Ampullen werden bis zum nächsten Tag im Kühlschrank gelagert, wo sie für einige Zeit halbar bleiben. Wer seinen Impftermin verschiebt, muss einen neuen Termin vereinbaren. Stattdessen werde versucht kurzfristig die Termine an Menschen zu vergeben, die einen Impftermin in den folgenden Tagen hätten. In Sachsen-Anhalt arbeitet man mit Wartelisten, um die Impfstoffreste kurzfristig verimpfen zu können. In Mecklenburg-Vorpommern existiert eine Hotline bei der man seine Termin absagen kann. Dieser Termin wird dann nach Verfügbarkeit neu vergeben. Jeder nicht abgesagte Termin ist im schlechtesten Fall eine verlorene Impfung, die jemand anderes hätte bekommen können“, erklärte der mecklenburg-vorpommerische Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) dieses Vorgehen.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.