Xiaomi hat eben sein neues High-End-Smartphone endlich vorgestellt. Das Xiaomi Mi6 kommt wie erwartet mit kompromisslos erstklassiger Hardware, einem ansprechenden Design und einer passenden Preisgestaltung.

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Nachdem insbesondere die Konkurrenz aus Südkorea demonstriert hat, was wir im Jahr 2017 von einem High-End-Smartphone erwarten dürfen, ist nun Xiaomi an der Reihe und der Umstand allein, dass sich ein gerade einmal sieben Jahre altes Unternehmen an diesen Branchengrößen messen lassen muss, zeigt schon, wie weit es das ehemalige Startup bisher gebracht hat. Aber auch wenn Xiaomi in alle Richtungen expandiert – neben Notebooks, Tablets, TVs, Wearables und Smart Home-Devices vor allem auch in neue Smartphone-Preisregionen – wird weiterhin vor allem der Mi-Serie die öffentliche Aufmerksamkeit zuteil. Und die weiß sich auch in diesem Jahr vor allem durch kompromisslose Hardware und einen günstigen Preis abzuheben: Ab 330 Euro geht es los.

Hardware: Wie erwartet nur das Beste

Samsung ist zuletzt in der komfortablen Position gewesen, dass gleich zwei neue High-End-SoCs in den neuen Modellen debütierten, denn neben dem eigenen Exynos 8895 konnte man sich den Snapdragon 835 vorerst exklusiv sichern. Somit zahlt sich nun aus, dass man bei Xiaomi etwas länger gewartet hat, denn im Mi6 wird sich ebenfalls der neue 64-bit SoC von Qualcomm finden. Der wird im 10 Nanometer Verfahren gefertigt und setzt auf acht Kryo 280 CPUs, die mit bis zu 2,45GHz takten, sowie eine Adreno 540 GPU. 184.292 Punkte erzielte das Mi6 laut Xiaomi im AnTuTu und auch abseits von synthetischen Benchmarks wird die Leistung des OctaCore-Socs selbst auf lange Sicht mehr als ausreichen, zumal dem Prozessor ganze 6 GB LPDDR4 RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher beträgt ja nach Modell 64 oder 128 Gigabyte.

Das Display kann sich in Anbetracht der Konkurrenz wohl vor allem dadurch abheben, dass es mit einer Diagonale von 5,15 Zoll relativ klein ist. Während sich Samsung und LG mit optimierten Displayformaten, HDR-Unterstützung und kaum mehr vorhandenen Rahmen profilieren wirkt das Xiaomi Mi6 in diesem Aspekt geradezu konventionell und konkurriert eher mit dem Huawei P10 (unsere Review). Mit nativ integriertem Night-Mode, smarter Helligkeitssteuerung und deutlich optimiertem farbneutralem Blaulichtfilter nimmt sich das Unternehmen stattdessen anderen Punkten an und versucht sich außerdem durch eben dieses vergleichsweise kleine Display abzusetzen. Dieses könnte ebenso wie die MIUI-Optimierungen auch der Laufzeit des fest verbauten Akkus zu Gute kommen, der eine Kapazitätz von 3350mAh aufweisen kann – da beide auf den selben energieeffizienten SoC setzen dürfte man damit das Galaxy S8 übertrumpfen, das mit einem 5,8 Zoll großen Display daherkommt.

Außerdem bringt das Xiaomi Mi6 für Datenübertragungen einen USB Typ C-Port, diesmal wieder NFC, verbesserte LTE-Geschwindigkeiten und eine 2×2 dual-Wi-Fi Technik mit, die für eine verbesserte Reichweite sorgen soll.

Design: Abgerundete Glasrückseite

Wie so viele Smartphones derzeit vertraut auch das Xiaomi Mi6 auf curved 3D Glass, das in diesem Fall zu allen vier Seiten abgerundet ist und damit nahtlos in den umlaufenden Rahmen aus Stainless Steel übergeht – das Ergebnis eines aufwändigen Herstellungsprozesses und mehrtägigem Polieren kann sich definitiv sehen lassen. Die beiden Kamera-Sensoren schließen bündig mit dem schlanken Gehäuse ab, der Rahmen wird nur von symmetrisch angeordneten Lautsprecheröffnungen (Stereo-Sound ist vorhanden), den Mikrofonen und Antennenstreifen, sowie dem USB-Anschluss unterbrochen, auf einen Klinkenanschluss muss man verzichten. Die vorhandenen Öffnungen, einschließlich des Dual-SIM-Slots, sind aber entsprechend isoliert, damit das Gehäuse zumindest spritzwassergeschützt ist.

Der Fingerprint-Sensor ist auch diesmal auf der Front, allerdings unter dem Glas, positioniert, das Mi6 erscheint außerdem in neuen Farbvarianten – eine ist ganz in einem spiegelnden Silberton gehalten, eine andere versieht das blaue Glas durch den Rahmen mit einen goldenen Akzent. Außerdem stehen wohl noch ein weißes und ein schwarzes Modell zur Auswahl und wem Glas zu empfindlich ist, der greift einfach zu dem 128GB-Modell mit Keramikrückseite.

 

Kamera: Dual-Cam mit allen Extras

Das Xiaomi Mi6 setzt auf eine Kombination aus einer Weitwinkel- und einer Telephoto-Linse. Beide lösen mit 12 Megapixeln auf und ermöglichen im Zusammenspiel einen zweifachen optischen Zoom. ISP-Algorithmen erlauben außerdem einen zehnfachen digitalen Zoom und ein 4-Achsen-OIS ist ebenfalls mit an Bord. Selbstverständlich lassen sich aber auch Aufnahmen mit Tiefenschärfe-Effekt erzielen, von denen vor allem Portait-Aufnahmen profitieren sollen. Die Demo-Bilder machen einen guten Eindruck, aber das ist eigentlich immer der Fall, die Kamera wird sich dann aber spätestens in unserer Review beweisen müssen.

Modelle, Speichervarianten und Preise

Ein Qualcomm Snapdragon 835 mit 6 GB RAM, ein 5,15 Zoll großes Display, Dual-Cam und eine an vier Seiten abgerundeten Glasrückseite…das Xiaomi Mi6 profiliert sich eindeutig als nahezu kompromissloses High-End-Smartphone und fällt dennoch günstig aus: Umgerechnet knapp 340 Euro (2499RMB) werden für die Basisversion mit 64GB internem Speicher und 6GB RAM fällig. Eine Verdopplung des internen Speichers auf 128GB ist ebenfalls möglich, diese Variante kostet dann etwa 390 Euro, der Aufpreis hält sich also lobenswerterweise ebenfalls in Grenzen. Maximal kann man 2999RMB, umgerechnet also 407 Euro, investieren und bekommt dafür die extrem schicke Ceramic Edition.

Zur Verfügbarkeit gibt es noch keine konkreten Informationen, eine Global Edition mit LTE Band 20 ist bisher ebenfalls nicht angekündigt worden. Derzeit ist also davon auszugehen, dass diese Frequenz auch diesmal nicht unterstützt wird, da das Smartphone wohl auf den asiatischen Raum abzielt und hierzulande nur gegen einen kleinen Aufpreis bei entsprechenden Importeuren erhältlich sein wird. Zusammen mit dem fehlenden Klinkenanschluss ist das aber der einzige Kritikpunkt an einem ansonsten scheinbar sehr gelungenen Smartphone.

Xiaomi Mi6 Video

  • Banane

    Was. Soll. Denn. Das… KEIN 3,5 mm Klinke?!?!?!?!?!?

    • Matthias Senoner

      Gabs beim iPhone 7 auch nicht. Ist also kein Weltuntergang

    • Peter Schmidt

      für mich auch nicht, hab eben meine Bluetooth Kopfhörer wieder gefunden.

    • Marvin Gortzitza

      Wenn man sich an andere Standards hält wie USB Typ-C, kann das durchaus die Zukunft sein.