Zu wenig Impfstoff für Junge! Nächster Impfstoff nur für über 60-Jährige empfohlen!

Zuletzt hatte das Tempo bei den Impfungen in Deutschland deutlich zugenommen. Rund ein Drittel der Bundesbürger hat nun bereit eine 1. Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Doch nun gibt es wieder einmal Probleme. Denn offenbar wird die Ständigen Impfkommission (Stiko) nun die Nutzung des vierten zugelassenen Impfstoffs der US-Firma Johnson & Johnson einschränken. Wie das Magazin „Wir“ schreibt, wird die Stiko wohl auch diesen Impfstoff zukünftig nur für Personen ab 60 Jahren empfehlen.

Probleme wegen Altersbeschränkung beim Johnson&Johnson-Impfstoffes

Und diese Entscheidung könnte für große Probleme in der Impfkampagne sorgen. Denn es war vorgesehen diesen Impfstoff sowohl für Obdachlose als auch in sozialen Brennpunkten einzusetzten. Denn bei diesem Impfstoff ist nur eine Impfung notwendig, um den vollen Schutz zu erreichen. Deshalb sollte der Impfstoff vor allem dort verabreicht werden, wo die Vereinbarung eines 2. Impftermins mit Problemen verbunden ist. Wegen dieser Entscheidung sehen erste Experten das Impfziel der Bundesregierung gefährdet, bis Ende Juli alle impfwilligen Bundesbürger mindestens 1 Mal zu impfen. Man laufe nun nämlich Gefahr, dass die Älteren auf die Impfstoffe von Biontech und Moderna bestehen. „Wenn man einen zügigen Fortschritt der Impfkampagne will, müsste man einen sofortigen Stopp der Verimpfungen von mRNA-Impfstoffen für über 60-Jährige verhängen und dieser Gruppe nur noch AstraZeneca und Johnson & Johnson anbieten“, fordert Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Dullien (45). Schon beim AstraZeneca-Impfstoff haben die Arztpraxen große Probleme den Impfstoff loszuwerden. Zuletzt hatte ein Arzt aus Herford die Impftermine kostenlos bei eBay angeboten.

Große Probleme mit AstraZeneca-Impfstoff

Wegen dem Hin- und Her beim AstraZeneca-Impfstoff haben viele Menschen mittlerweile das Vertrauen verloren. Hinzu kommt dann auch noch, dass ein Großteil der bisher aufgetretenen Nebenwirkungen dem britisch-schwedischen Impfstoff zugeschrieben werden. Insgesamt soll es 67 Fälle von Hirnvenen-Thrombosen in Deutschland gegeben haben, nachdem knapp sechs Millionen Deutsche eine Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff erhalten haben. Ein weiteres Manko ist der lange Zeitraum zwischen den beiden Impfungen von rund 12 Wochen. Wer sich nun mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lässt, würde erst Mitte August als „vollständig geimpft“ gelten. Wegen der Urlaubs- und Freiheitsrechte wollen viele aber nicht so lange warten. Aus diesem Grund war ins Gespräch gebracht worden, die Zweitimpfung mit dem Vakzin von AstraZeneca bereits nach 4 Wochen vorzunehmen, was jedoch die Wirksamkeit des Impfstoffe herabsetzt. Während die Schutzwirkung bei einer Impfung nach 12 Wochen bei 80 % liegt, sinke diese Schutzwirkung bei einer Zweitimpfug innerhalb von 6 Wochen auf 54 Prozent ab. „Bei Vektorimpfstoffen wie AstraZeneca wird das Antigen, also der wirksame Teil des Impfstoffs, in einem Virus verpackt in die Zelle geschleust. Das Immunsystem bildet auch Antikörper gegen dieses Virus. Erfolgt die zweite Impfung zu schnell, können diese Antikörper einen großen Teil der Transportviren und damit des Impfstoffs abfangen. Bei mRNA-Impfstoffen gibt es dieses Pro­blem nicht, weil sie anders verpackt sind“, erklärt Immunologe Prof. Carsten Watzl (49).

Impfung mit AstraZeneca und Johnson & Johnson bleiben auch für jüngere Menschen möglich

Trotz der Em,pfehlung der StiKo können sich aber natürlich auch weiter jüngere Menschen mit den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson&Johnson impfen lassen. Die Priorisierung des AstraZeneca-Impfstoffes ist mittlerweile bereits aufgehoben worden. Nun heißt es abwarten, ob dies auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson der Fall sein wird. „Hilfreich für unser Impfziel wäre, wenn jeder unter 60 sich überlegen, ob er nicht doch eine Impfung mit Vektorimpfstoff akzeptieren könnte“, bestätigt Sebastian Dullien. Doch besonders bei Personen unter 30 Jahren ist die Abwägung sich mit diesen Impfstoffen impfen zu lassen nicht einfach. Denn je niedriger die Inzidenzwerte, umso weniger lohnt sich das Risiko auf seltene Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen und stattdessen etwas länger auf einen etwas sichereren Impfstoff zu warten. Großbritannien hat nun ebenfalls Menschen unter 40 Jahren empfohlen, einen mRNA-Impfstoff als Alternative zu AstraZeneca in Betracht zu ziehen.

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