Armee: Israelische Soldaten doch nicht in Gazastreifen vorgedrungen

Sprecher spricht von internem Kommunikationsproblem

Israelische Soldaten sind nach Angaben der Armee doch nicht in den Gazastreifen vorgedrungen. Im Gazastreifen seien „keine Soldaten“, teilte die Armee in der Nacht zum Freitag mit. Entsprechende vorherige Angaben seien auf ein internes Kommunikationsproblem zurückzuführen, erläuterte ein Armeesprecher diese „Klarstellung“.

Zuvor hatte die israelische Armee eine kurze Mitteilung an Medien versandt, in der stand, israelische Soldaten seien „im“ Gazastreifen. Armee-Sprecher Jonathan Conricus bestätigte die Angabe der Nachrichtenagentur AFP, räumte nun aber einen Irrtum ein.

Zuvor hatte Israel nach tagelangem Raketenbeschuss aus dem Palästinensergebiet heraus zusätzliche Truppen an die Grenze verlegt. Seit Montagabend wurden aus dem Gazastreifen mehr als 1600 Raketen auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee bombardierte ihrerseits rund 600 Mal Ziele im Gazastreifen. Die Eskalation löste international Befürchtungen eines erneuten Krieges im Nahen Osten aus.

In der Nacht zum Freitag gab es Artilleriegefechte zwischen Israelis und Palästinensern. Über der dicht besiedelten Stadt Gaza stiegen Feuerbälle auf, wie AFP-Reporter berichteten. Aus dem Gazastreifen wurden erneut Dutzende Raketen auf die südisraelischen Küstenstädte Aschdod und Aschkelon sowie in die Umgebung des Ben-Gurion-Flughafens von Tel Aviv abgefeuert.

Zudem seien aus dem Süden des Nachbarlandes Libanon drei Raketen auf Israel abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit. Eine Quelle aus dem Umfeld der Hisbollah versicherte, die schiitische Miliz habe nichts damit zu tun. Aus libanesischen Militärkreisen hieß es, die Geschosse seien unweit eines palästinensischen Flüchtlingslagers abgeschossen worden.

by ANAS BABA

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