Corona-Infektionszahlen steigen wieder! – Gesundheitsminister Jens Spahn ist „sehr beunruhigt“

Nachdem die Infektionszahlen des Coronavirus in den letzten beiden Tagen leicht gesunken waren, meldete das Robert-Koch-Institut am Dienstagabend wieder deutlich mehr 1.000 neue Infektionsfälle mit dem Coronavirus. Wegen der erneut steigenden Zahlen hat sich nun auch Gesundheitsminister Jens Spahn sehr besorgt gezeigt.

Gesundheitsminister Jens Spahn wegen Neuinfektionen besorgt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich besorgt über den Anstieg der Corona-Infektionszahlen gezeigt und dies als unmissverständliches Alarmzeichen interprätiert. „Das ist ohne Zweifel besorgniserregend“, erklärte der CDU-Politiker dem Deutschlandfunk am Mittwoch. „Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich – wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen – eine Dynamik entfalten.“ Nun seien die Bundesbürger dazu aufgefordert „sehr, sehr wachsam“ zu sein, weil es sich im Augenblick nicht mehr nur um lokale Ausbrüche gehe.

RKI meldet mehr als 1.000 Infektionen

Am Morgen hatte das renommierte Robert Koch-Institut (RKI) im Internet mitgeteilt, dass insgesamt 1226 neue Corona-Infektionen in den letzten 24 Stunden gemeldet worden seien. Damit wurde jetzt der höchste Wert seit Anfang Mai erreicht. Auf dem Höhepunkt der Pandemie waren im April zum Teil mehr als 6000 Fälle täglich gemeldet worden. Deshalb forderte Spahn die Bürger dazu auf die

Hygiene-Regeln weiter zu beachten. Zwar sei das Gesundheitssystem in der Lage die aktuellen Infektionszahlen gut zu bewältigen, doch trotzdem mahnte der Gesundheitsminister: „Aber es ist besorgniserregend, wenn die Entwicklung bleibt. Mit jeder Infektion wird es für die Gesundheitsämter schwieriger.“ Zudem fordert Spahn die Bürger auf auch bei Veranstaltungen den Rahmen zu wahren. „Da wo dann auch Alkohol im Spiel ist, wo es tatsächlich aus der feierlichen Veranstaltung zur Party wird, da geht es dann eben auch sehr, sehr schnell“, warnte Spahn. Großveranstaltungen und Bundesliga mit Zuschauern steht Spahn skeptisch gegenüber, da dies Simbolwirkung der Lockerung für viele Leute bedeuten könnte.

Jens Spahn kritisiert die Zulassung des russischen Impfstoffs

Beim Interview wurde Spahn dann auch auf die Zulassung des russischen Impfstoffs gegen das Coronavirus angesprochen. Diese Zulassung sieht Spahn zunächst ebenfalls skeptisch. „Es geht nicht darum, irgendwie Erster zu sein, sondern es geht darum, einen wirksamen, erprobten und damit auch sicheren Impfstoff zu haben“, erklärte der Politiker. Um Vertrauen in der Bevölkerung zu erlangen, sei es sehr wichtig, die notwendigenn Studien sehr genau zu machen. Nach den ihm vorliegenden Erkenntnissen, sei der russische Impfstoff nicht ausreichend getestet worden. „Das kann dann schon auch gefährlich sein, zu früh zu beginnen“, meinte der Minister.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.