Huawei Mate 10 Pro mit OLED-Display und AI-Funktionen vorgestellt 1
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Huawei zieht mit dem Mate 10 Pro nach und liefert ein randloses OLED-Display, den aktuellen Kirin 970 und eine Leica Dual-Cam mit AI-Unterstützung. Dabei fällt der Preis vergleichsweise moderat aus.

Display und Design

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Gleich in mehreren Punkten folgt Huawei mit dem Mate 10 Pro dem aktuellen Trend in der Smartphone-Industrie: Das 6 Zoll FHD-Display vertraut auf die OLED-Technologie und ein Seitenverhältnis von 18:9, unterstützt HDR10 und wird zudem von einem besonders schmalen Rahmen eingefasst, sodass es beinahe die gesamte Front einnimmt. Die Rückseite dagegen ist zu allen Seiten hin symmetrisch abgerundet (Huawei nennt das ein “3D-Gehäuse”) und lenkt durch einen optisch abgesetzten horizontalen Streifen die Aufmerksamkeit auf die prominent platzierte Dual-Cam. Direkt darunter findet sich ein Fingerabdrucksensor, auf einen frontseitigen Homebutton wie beim P10 verzichtet man.

Besonders erfreulich ist: Das 7,9 Millimeter schlanke Smartphone-Gehäuse kann mit einer IP67-Zertifizierung aufwarten und gleicht damit einen erheblichen Nachteil der Vorgänger aus. Es wird in den Farben Titanium Grey, Midnight Blue und Mocha Brown erhältlich sein.

Das Full HD-Display im 18:9-Format nimmt beinahe die gesamte Front ein

Hardware: 4000mAh und Kirin 970 samt integrierter NPU

Bereits auf der IFA 2017 in Berlin hatte Huawei den neuen Hisilicon Kirin 970 präsentiert, der im Zehn-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und sich aus vier 2,36 GHz ARM Cortex A73- und vier 1,8 GHz Cortex A53-Kernen, sowie einer aktuellen Mali G72-GPU zusammensetzt. Im neuen Huawei Mate10 Pro debütiert dieser Chipsatz nun erstmals in einem Smartphone und soll dank einer integrierten NPU (Neural Processing Unit) die Konkurrenz vor allem beim Thema Machine Learning und AI hinter sich lassen.

Den Prozessor flankieren 6GB LPDDR4 RAM und 128GB interner Speicher, der aber nicht mehr über eine microSD-Karte erweitert werden kann. Außerdem unterstützt Huawei zwei SIM-Karten, Wi-Fi ac, Bluetooth 4.2 und NFC. Im Lieferumfang sind ein paar USB Typ-C-Kopfhörer und ein Adapter auf 3.5 Millimeter Klinke enthalten, einen solchen Ausgang bietet das Smartphone selbst nämlich nicht mehr. In der Tradition der Serie steht dagegen ein 4000mAh-Akku, der dank der SuperCharge-Technologie in nur 30 Minuten bereits zu 58 Prozent aufgeladen sein soll.

Wie bereits im Vorfeld erwartet bringt Huawei Android- und EMUI-Versionsnummern nun auf einen Stand, das Huawei Mate 10 Pro setzt also auf eine Android 8.0-basierte EMUI-Oberfläche in Version 8. Wir werden uns die Neuerungen auch vor Ort und natürlich in unserer Review noch einmal ansehen, bisher scheinen sich diese aber in Grenzen zu halten. Auch Huawei bietet nun aber einen dedizierten Modus für externe Bildschirme, in dem das Smartphone selbst dann als Maus und Tastatur genutzt werden kann.

Kamera: Leica Dual-Cam mit AI-Funktionen und f/1.6-Blende

Bei der Kamera hat Huawei abermals mit Leica zusammengearbeitet und setzt auch weiterhin auf eine Cual-Cam. Neben einem 12 Megapixel RGB-Sensor mit einer f/1.6-Blende bietet das Smartphone auch wieder einen 20 Megapixel-Sensor für monochrome Aufnahmen, der entweder separat angesprochen werden kann, oder durch detailliertere Informationen das eigentliche Bild verbessert. Die Kombination aus einer sehr kleinen Blende und dem Optischen Bildstabilisator verspricht auch für lichtschwache Umgebungen überzeugende Ergebnisse.

Und natürlich wird auch bei der Kamera das Thema AI aufgegriffen. Hier soll die NPU des Kirin 970 ihre Stärken umfrangreich ausspielen können, sodass man softwareseitig Objekte und Landschaften identifizieren lässt, um die Einstellungen entsprechend anzupassen. Auch der Bokeh-Modus soll davon profitieren. Die Frontkamera setzt auf eine f/2.0-Blende und löst mit bis zu 8 Megapixeln auf. Außerdem unterstützt das Huawei Mate10 Pro selbstredend 4k-Videoaufnahmen und einen Dual-Zoom-Modus.

Huawei Mate 10 Pro ab 799 Euro – Moleskine Smart Writing Set für Vorbesteller

Alles in allem lässt das Huawei Mate 10 Pro auf dem Papier kaum Wünsche offen. Und auch beim Preis gibt es Positives zu vermelden: 799 Euro möchte Huawei für sein neues Top-Smartphone sehen und liegt damit für 2017-Verhältnisse durchaus noch im Rahmen – zumal man nicht beim Speicher geizt. Eine exklusive Porsche Design Edition gibt es auch in diesem Jahr wieder. Wer zu viel Geld übrig hat kann sich diese ab Dezember 2017 für 1395 Euro sichern.

Die ersten 5000 Vorbesteller des Mate10 Pro erhalten außerdem ein Smart Writing Set (zum Digitalisieren eurer analogen Notizen) von Moleskine samt schicker Tasche im Wert von insgesamt 299 Euro dazu.

überHuawei
QuellePressemitteilung Huawei
Simon

Technikaffiner Student und langjähriger Android-Nutzer. Derzeit unterwegs mit dem Samsung Galaxy Note 4, Microsoft Surface Book und Samsung Galaxy Tab S.