Intensivstationen: Corona-Horror-Szenario ist nicht eingetroffen! Aber Lage bleibt angespannt

Noch immer kämpft Thüringen massiv mit der Corona-Pandemie. Die Intensivstationen des Bundeslandes haben eine hohe Auslastung durch Covid-19-Patienten. Trotzdem ist das angekündigte Horror-Szenario von 300 Corona-Intensivpatienten bis Ende November nicht eingetroffen, das Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) prognostiziert hatte. Allerdings gibt es auch weiterhin keinen Grund aufzuatmen.

Weniger Corona-Patienten als erwartet auf Intensivstationen in Thüringen

Offenbar bleibt die Lage in der Corona-Pandemie in Thüringen weiter stark angespannt. Doch es gibt einen winzigen Lichtblick. Denn wenigsten ist man vom schlimmsten Szenario verschont geblieben. Eigentlich hatte man mit mindestens 300 Patienten auf den Intensivstationen bis zum Monatsende November gerechnet. Aktuell habe man jedoch ein Plateau von gut 200 Intensivpatienten durch Covid-19 erreicht, erklärte am Mittwoch eine Sprecherin des

Thüringer Gesundheitsministeriums. Noch Mitte November war die Gesundheitsministerin des ostdeutschen Bundeslandes, Heike Werner, von einer deutlich höheren Zahl an Corona-Intensivpatienten ausgegangen. Der Höchststand an belegten Intensivbetten stammt noch immer aus dem April 2021, als insgesamt 233 Intensivbetten von Covid-19-Patienten belegt gewesen waren. Noch habe man keine Erklärung, wieso die Zahlen sich zuletzt stabilisiert hatten. „Wir glauben nicht, dass es jetzt schon an den Maßnahmen liegt, die letzte Woche umgesetzt wurden“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Seit letzter Woche wurden schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Dabei wurden Einschränkungen angeordnet und teilweise Schließungen von Geschäften beschlossen.

Patienten aus Thüringen wurden verlegt

Um die Intensivstationen zu entlasten, waren zuletzt 9 Intensivpatienten aus Thüringen in den Krankenhäusern anderer Bundesländer untergebracht worden. Diese wurden mittels der Operation „Kleeblatt“verlegt, bei der die deutsche Bundeswehr involviert ist. Nun hofft man, durch die in der letzten Woche beschlossenen Maßnahmen bald einen positiven Effekt auf die Patientenzahlen zu bekommen. Generell dauere es aber 2 Wochen, bis sich härtere Maßnahmen auf die Infektionszahlen auswirken. Bis dies dann einen Einfluss auf die Patientenzahlen in den Krankenhäusern hat, dauert es noch ein wenig länger. Trotz der Verlegungen der Patienten bleibe die Lage auf den Intensivstationen in Thüringen weiter kritisch. In vielen Kliniken gibt es keinen Rückgang bei den Patientenzahlen. „Die Betten, die dadurch frei wurden, waren in kürzester Zeit wieder belegt“, bestätigt man von Seiten des Gesundheitsminsiteriums. Noch sei die Lage deshalb weiter sehr ernst.

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