Klaut Ösi-Kanzler Kurz uns 100 Millionen Impfdosen von Biontech? Lieferblockade angekündigt!

Offenbar droht der Streit um die Verteilung von Impfstoff nun auch zu Problemen innerhalb der EU zu führen. Denn weil sich Österreich bei der Verteilung des Impfstoffs benachteiligt fühlt, zieht die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz nun sämtliche Register. Sollte Österreich keine zusätzlichen Mengen an Impfstoff erhalten, will die Alpenrepublik wie es scheint die Lieferung von 100 Millionen zusätzlichen Impfdosen von Biontech/Pfizer blockieren.

Österreich will Neuverteilung der Impfstoffe erreichen

Um seine Interessen durchzusetzen, droht Österreich nun scheinbar mit krassen Maßnahmen. Denn wenn Österreich nicht mehr Impfstoff bekommt, dann könnten sämtliche anderen EU-Länder ebenfalls leer ausgehen. Nun scheint die österreichische Regierung um den jungen Bundeskanzler Sebastian Kurz gedroht zu haben, die Zusatzoption auf 100 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer zu blockieren, falls man sich nicht auf die Lieferung von zusätzlichen Impfstoffdosen an Österreich einigen könne. Dies meldete das Portal „Politico“ am Dienstag. „Das zeigt, dass Kurz gewillt ist, die Leben von 50 Millionen Europäern zu gefährden, damit er etwas bekommt, das er nicht mal braucht“, zitiert das Portal „Politico“ einen Diplomaten. Auch ein weiterer EU-Diplomat soll diese Aussage gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt haben. Bereits kurz nach der Meldung bei „Politico“ dementiert die Regierung Österreichs diesen Bericht umgehend: „Der Politico-Bericht fußt auf Falschinformationen“, ließ das Bundeskanzleramt der Alpenrepublik verlauten. „Wir unterstützen den portugiesischen Ratsvorsitz bei der Suche nach einer raschen Lösung“, bestätigte man aus Wien.

Österreich will fairere Impfstoff-Verteilung erreichen

Neben Österreich beschweren sich auch fünf weitere Länder, weil nach deren Auffassung die Verteilung der Impfstoffe unter den 27 EU-Staaten nicht gerecht sei. Eigentlich werden die gelieferten Impfdosen nach Bevölkerungsstärke verteilt. Falls ein Land jedoch seinen Anteil an den gelieferten Mengen nicht oder nicht komplett annehmen will, dann können andere EU-Staaten die Mengen aufkaufen. In diesem Zusammenhang hatten einige Länder verstärkt auf den deutlich günstigeren Impfstoff von AstraZeneca gesetzt. Doch ausgerechnet dieser Lieferant hat seine Vereinbarungen mit der EU nicht eingehalten. Daraus entsteht nun das Problem, dass alle Länder die verstärkt bei AstraZeneca bestellt haben, nun eine enorme Knappheit an Impfstoff experimentieren. Österreich hatte aus diese Grund beispielsweise deutlich weniger bei Johnson & Johnson bestellt, als dem Land eigentlich zugestanden hätte. Nun befürchtet man in Österreich jedoch einen andauernden Mangel an Impfstoff. Zudem habe das Finanzministerium in Wien für die ersten Phase der Beschaffung der Impfstoffe eine finanzielle Obergrenze von 200 Millionen Euro aufgelegt. Wegen der höheren Kosten hatte Österreich auch bei den Biontech-Lieferungen weniger Impfdosen angenommen als vorgesehen.

EU-Botschafter wollen Probleme in den nächsten Tagen lösen

Nun sollen einige der Engpässe mit zehn Millionen zusätzlichen Impfdosen von Biontech/Pfizer gelindert werden. Bei dieser Menge handelt es sich um eine vorgezogene Lieferung des Kontingent von 100 Millionen Dosen. Auf diese Liefermenge hat die EU eine Option. Eigentlich sollte dieser Impfstoff allerdings frühstens im 3. Quartal 2021 geliefert werden. Doch diese Vertragsoption muss aktiviert werden. Und diese Menge muss unter den EU-Staaten verteilt werden. Doch genau über die Verteilung ist in der EU seit Wochen ein Streit entbrannt. Bei einer Sitzung am Mittwoch wollen die EU-Botschafter erneut nach eine einvernehmlichen Lösung suchen. Wie es scheint, will die portugiesische Ratspräsidentschaft dann einen Kompromiß vorschlagen. Neben Österreich wollen auch Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien mehr Impfstoff von der EU erhalten. Bleibt zu hoffen das die Vertreter der EU-Staaten eine Lösung finden, mit der alle Seiten leben können.

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