Roman Polanski: César-Verleihung findet ohne ihn statt

Zwölf Mal nominiert

Roman Polanski (86, „Rosemaries Baby“) hat der César-Verleihung am kommenden Freitag (28. Februar) in Paris eine Absage erteilt. Das meldet unter anderem die französische Tageszeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP. Der französisch-polnische Regisseur ist mit seinem Historiendrama „Intrige“ (seit 6. Februar in den deutschen Kinos) für zwölf Césars nominiert.

Polanski wolle mit seiner Absage Protesten und den davon ausgehenden Gefahren für seine Familie und Mitarbeiter zuvorkommen. „Aktivisten haben bereits gedroht, dass sie demonstrieren werden“, erklärt er in einem Statement. Der Vorstand der französischen César-Akademie ist nach Kritik an der Nominierung des umstrittenen Filmemachers Mitte Februar zurückgetreten.

Im November vergangenen Jahres hatte die französische Schauspielerin Valentine Monnier (63) schwere Vorwürfe gegen Polanski erhoben. Der französischen Zeitung „Le Parisien“ erzählte sie, dass der Regisseur sie vergewaltigt haben soll. Damals sei Monnier 18 Jahre alt gewesen. Der Filmemacher weist die Vorwürfe indes vehement zurück. In den USA läuft nach wie vor seit mehr als vier Jahrzehnten ein Verfahren gegen Polanski. Er soll 1977 unerlaubten Sex mit einer 13-Jährigen gehabt haben. Polanski floh damals aus den Staaten und ist bis heute nicht zurückgekehrt.

(jom/spot)


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