Tödliches Virus in Sachsen-Anhalt bestätigt – Borna-Virus-Infektion in Deutschland entdeckt

Wie das Robert-Koch-Institut bestätigt, wurde in Sachsen-Anhalt der erste Falle des sogenannten Borna Disease Virus 1 bestätigt. Diese bestätigten Diagnose soll für eine 58 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld gestellt worden sein. Darüber hatte nun das Landesamt für Verbraucherschutz am Montag in Halle informiert. Das Virus ist hochgefährlich und potentiell tödlich!

Bittere Diagnose: Frau an Borna-Virus erkrankt

Wie die Behörden weiter mitteilen, soll die Frau bereits zum Jahresende 2020 schwer erkrankt sein. Sie klagte damals über starke Kopfschmerzen, Hautblutungen und Bewusstseinsbeeinträchtigungen. Wie es scheint, hat die Frau die Ansteckung mit dem Virus zwar überlebt, ist seitdem aber nicht mehr ansprechbar und wird aktuell in einem Pflegeheim betreut. Das Borna-Virus löst bei Pferden, Schafen und anderen Säugetieren die Bornarsche Krankheit aus. Beim Menschen verursacht das Virus schwere Gehirnentzündungen. Am häufigsten tritt das Virus im Osten Deutschlands auf. So waren Fälle von infizierten Tieren in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt bekannt geworden. Das Menschen an dem Virus erkranken ist äußerst selten, doch die wenigen Fälle bei Menschen enden in den meisten Fällen tödlich. Bisher gibt es keine medizinische Therapie gegen eine Bornavirus-Infektion.

Weitere bekannte Fälle in Deutschland

Zuvor gab es einen Fall im Jahr 2017 in Brandeburg bei einem Menschen, der tödlich endete. Außerdem gibt es aktuell scheinbar einen weiteren Fall in Thüringen. Zuletzt hatten Fachleute die Befürchtung geäussert, dass mit weiteren Fällen auch bei Menschen zu rechnen sei. Offenbar könnten Hauskatzen bei der Übertragung des Virus eine Rolle spielen. Feldspitzmäuse tragen das Virus häufig in ihrem Köper und scheiden es dann über Speichel, Urin und Kot aus. Der wahrscheinlichste Weg der Ansteckung ist damit über den Kontakt mit Mäusekot oder über verunreinigte Lebensmittel. Zudem könnte eine Ansteckung auch über das Einatmen von kontaminiertem Staub stattfinden. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch sei hingegen weitgehend unwahrscheinlich. Ebenso ein Übertragung durch infizierte Pferde, Schafe und andere Nutztiere.

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