USA rufen nationalen Notstand aus! Russischer Hacker-Angriff legt größte Öl-Pipeline der USA lahm – Weltmarkt reagiert mit Preisanstieg

Seit 3 Tagen ist die größe Pipeline der USA ausser Betrieb. Nun steht offenbar fest, dass hinter dem Ausfall russische Hacker stecken. Jetzt hat sich die US-Regierung in Washington am Sonntag entschieden einen regionalen Notstand auszurufen. Die betroffene Pipeline ist die größte dieser Art in den USA. Wegen der Störung waren die Ölpreise am Weltmarkt bereits leicht angezogen.

Russische Hacker legen US-Pipeline lahm

Durch die Ausrufung des regionalen Notstandes kann man nun „den sofortigen Transport von Benzin, Diesel, Kerosin und anderen Erdölprodukten“ sicherstellen, ließ das US-Transportministerium verlauten. Nach einem am Samstag durchgeführten Hackerangriff konnte das gesamte Rohrleitungsnetz der Betreiberfirma Colonial zunächst nicht mehr benutzt werden. Dank der Notstandserklärung darf nun auf den Straßen der betroffenen Bundesstaaten Treibstoff transportiert werden. Von dieser Regelung betroffen sind die US-Bundesstaaten Alabama, District of Columbia, Delaware, Florida, Arkansas, Georgia, Kentucky, Maryland, Mississippi, New Jersey, New York, Lousiana, North Carolina, Pennsylvania, South Carolina, Tennessee, Texas und Virginia. Seit dem fiesen Cyber-Angriff konnte die Betreiberfirma der Pipeline lediglich einige kleinere Versorgungsleitungen wieder starten. Das Hauptsystem soll weiter außer Betrieb gesetzt sein. Der Vorfall in den USA verunsichert die Anleger an den weltweiten Ölmärkten. So legten die Preise für Rohöl um rund 1,3 Prozent zu. Nach Angaben von US-Medien soll die Hacker-Bande „DarkSide“ hinter dem Vorfall stecken, die ihren Ursprung in Russland hat.

Hacker haben Kontrolle über US-Pipeline erlangt

Bei der Cyberattacke sollen die Angreifer nach Angaben des Unternehmens wohl eine Ransomware benutzt haben. Durch den Einsatz solcher Schadprogramm können Computersysteme gesperrt oder verschlüsselt werden. Im Gegenzug verlagen die Täter dann die Zahlung eines Geldbetrags für die Freigabe der Daten. Die Hackergruppe „DarkSide“ will im Herbst 2020 auch für einen anderen Hackerangriff verantwortlich gewesen sein. Damals seien Teile des erpressten Lösegelds gespendet worden. Die professionelle Hackergruppe soll seit August 2020 aktiv sein. Allerdings richten sich deren Aktivitäten lediglich auf Aktionen außerhalb von Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Ob auch die amerikanischen Betreiberfirma Colonial zur Zahlung eines Lösegeldes aufgefordert wurde oder dieses bereits gezahlt hat, wurde nicht bekannt. Gemessen am transportierten Volumen handelt es sich bei der Colonial-Pipeline jedoch um die größte Pipeline der USA. Jeden Tag werden dort rund 2,5 Millionen Barrel Benzin, Kerosin und Diesel durch die Leitungen gepumpt. Die gigantische Pipeline hat eine Länge von 8.800 Kilometern und führt von Houston im Bundesstaat Texas bis an die Ostküste der USA nach New York. Von ihr werden fast 50 Millionen Verbraucher versorgt.

Zahl der Cyber-Angriffe steigt

Zuletzt war die USA bereits häufiger Ziel von Cyber-Attacken geworden. Erst im Dezember wurde ein Angriff auf die Software des IT-Unternehmens SolarWinds bekannt. Durch diese Attacke hatten sich die Hacker Zugang zu den Computern von Ministerien und Behörden in den USA verschafft. Damals waren mehrere Tausend Rechner von Behörden und auch Privatpersonen von der Attacke betroffen gewesen. Auch hinter diesem Angriff soll eine Gruppe aus Russland gestanden haben. Zusätzlich war im März dann ein Cyber-Angriff auf den E-Mail-Dienst Exchange öffentlich. Damals sollen allerdings chinesische Hacker hinter der Attacke gesteckt haben. Nach Berichten sollen damals mindestens 30 000 US-Organisationen davon betroffen gewesen sein.

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