Russischer General verschwunden – hat Putin ihn ausschalten lassen? – Wo steckt Alexander Dwornikow?

Wurde General Alexander Dwornikow schon kurz nach seiner Berufung wieder abgesetzt – oder sogar noch schlimmeres? Eigentlich sollte der Putin-General nämlich die russischen Truppen im Osten der Ukraine zu einem militärischen Erfolg führen. Doch kurz nach seiner Berufung für diese Aufgabe ist Dwornikow verschwunden. Denn bei seinen Truppen wurde der General in den vergangenen beiden Wochen nicht mehr gesehen.

Rätselraten um General Alexander Dwornikow

Eigentlich war geplant, dass General Alexander Dwornikow den Sieg im Osten der Ukraine für Wladimir Putin sichern sollte. Unter den Soldaten ist Dwornikow unter anderem als der „Schlächter von Syrien“ bekannt. Erst im April hatte er den Auftrag bekommen, die schlecht verlaufende Invasion in der Ukraine voranzutreiben. Doch seit einigen Wochen haben die Soldaten des Generals nichts mehr von ihrem Führungsoffizier gehört. Hat Kreml-Despot Wladimir Putin Dwornikow nach kurzer Zeit wieder von seiner Aufgabe entbunden? Darüber berichtet jetzt offenbar die britische Tageszeitung „Mirror“. Denn der Zeitung liegen angeblich Aussagen vor, nachdem in den letzten beiden Wochen niemand mehr den Putin-Kommandeur gesehen hat. Beamte der US-Geheimdienste spekulieren deshalb, dass Putin den General seines Amtes enthoben habe. Angeblich würden die russischen Streitkräfte auch im Osten der Ukraine ähnliche Fehler begehen, wie im Rest des Landes. Eigentlich sollte Dwornikow die Zusammenarbeit zwischen Luft- und Landeinheiten besser koordinieren. Davon ist bisher allerdings wenig zu sehen.

Ist Alexander Dwornikow bereits gescheitert?

In Syrien waren Alexander Dwornikow zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen worden. Denn der General soll auch Angriffe auf Zivilisten als legitimes Mittel sehen, um eine Schlacht für sich zu entscheiden. Zuletzt hatten die russischen Truppen zwar kleinere Erfolge in der Donbass-Region verzeichnen können, doch nach Ansicht der US-Geheimdienste scheinen diese „schwerfälligen und schrittweisen“ Geländegewinne der Moral der russischen Kämpfer nicht zuträglich zu sein. Diese geben der risikoscheue Haltung der russischen Luftwaffe die Schuld an den vergleichsweise kleinen Geländegewinnen. Schon zu Beginn der Invasion hatten sich die Landeinheiten geärgert, dass sie kaum Unterstützung ihrer Luftwaffe erhalten hatte. Könnte dies nun ein Grund für das schnelle Aus von Dwornikow gewesen sein?